SPEAKER
Julia Leeb
Kriegs- und Krisenfotografin
Videojournalistin

Julia Leeb, die für ihre Langzeitprojekte immer wieder in Kriegs- und Krisengebiete reist, ist Video-Journalistin, die Virtual Reality und 360° in ihrer Arbeit einsetzt. Unter anderem arbeitet sie in Ländern wie Ägypten, Syrien, Libyen, Afghanistan, Iran und Nordkorea. Ihre Bilder aus Kriegsgebieten wurden in zahlreichen Zeitungen publiziert, darunter F.A.Z., Die Zeit, Wall Street Journal und Daily Beast. 2016 wurde sie von Elle zu einer der 80 internationalen Charakterköpfen und von REFINERY29 zu einer der 29 inspirierendsten Frauen Deutschlands und gewählt.

Ihren ersten 360°-Film drehte sie alleine in Afrika und besuchte dafür berüchtigte War Lords im Kongo. „Ich bin mir sicher, dass die neue Technologie den Journalismus von Grund auf verändern kann“, sagt Leeb. Denn VR habe eine Unmittelbarkeit und Intimität, die traditionelle journalistische Erzählformen so nicht entfalten könnten. Aus „Fern-sehen“ werde durch VR „Fern-sein“. Allerdings müsse VR wie jede neue Technik richtig eingesetzt werden, um Manipulationen zu vermeiden. „Wir sind verantwortlich, dass die virtuelle Realität auch Realität bleibt“, sagte Leeb.

TEILEN